Cybersicherheit „KI ist Segen und Fluch“

Für Verwaltungen ist KI Segen und Fluch zugleich. Einerseits soll sie den Fachkräftemangel kompensieren und Bürgerservices beschleunigen, andererseits wird sie für Cyber-Angriffe genutzt. Oft fehlt eine IT-Infrastruktur, die KI und Cyber-Abwehr verbindet.

Ransomware-Angriffe auf Kommunalverwaltungen sind keine Ausnahme mehr. Allein in Bayern wurden 2024 laut Landeskriminalamt mehr als 48.000 Fälle von Cyber-Kriminalität registriert. Die Folgen solcher Angriffe sind oft gravierend: wochenlange Ausfälle von Bürgerservices, Verlust sensibler Melde-, Sozial- und Finanzdaten, erschüttertes Vertrauen in die digitale Verwaltung. Unterdessen hinkt das Risikobewusstsein der Realität hinterher: Während 80 Prozent der Befragten auf Landes- und Bundesebene die Bedrohungslage als sehr hoch einstufen, sind es auf kommunaler Ebene nur 58 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von Civey aus dem November des vergangenen Jahres. Diese Diskrepanz zwischen Gefährdung und wahrgenommenem Risiko offenbart ein strukturelles Problem. Kommunen verfügen selten über dedizierte IT-Sicherheitsteams. Die vorhandenen Fachkräfte sind mit dem Tagesbetrieb ausgelastet. Gerade hier könnte KI durch automatisierte Anomalieerkennung, Echtzeitkorrelation von Sicherheitsereignissen oder die Entlastung von Sachbearbeitern bei Routinevorgängen den wirksamsten Hebel ansetzen.

Quelle (Abruf 15.08.2026): https://www.kommune21.de/k21-meldungen/ki-ist-segen-und-fluch/#